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Sonderveröffentlichung

Helfer in schweren Stunden

Neue Art der Erinnerung

Trauerkultur im Wandel: Rituale und Trauerschmuck helfen bei der Bewältigung

Wenn Haare oder Asche des Verstorbenen im Schmuckstück eingeschlossen sind, kann dieses nie wieder geöffnet werden. Foto: djd/www.nanogermany.de
Wenn Haare oder Asche des Verstorbenen im Schmuckstück eingeschlossen sind, kann dieses nie wieder geöffnet werden. Foto: djd/www.nanogermany.de
WAS BLEIBT, WENN ein geliebter Mensch stirbt? Immer mehr Angehörige verzichten auf ein Grab auf dem Friedhof, zu dem man ab und zu Blumen bringen kann.  

So steigt die Zahl anonymer Rasengräber und auch die Bestattung in Friedwäldern oder das Verstreuen der Asche im Meer nimmt zu. Doch es gibt noch weitere Unterschiede zu früher.
  
Von ausgefallenen Motiven bis hin zum schlichten, eleganten und zeitlosen Design zeigen sich die Grabsteine. Die Vielfalt an Farben – sprich Materialien, Formen und Verzierungselementen ist unerschöpflich. Foto: Rokstyle/Stein Hanel GmbH/akz-o
Von ausgefallenen Motiven bis hin zum schlichten, eleganten und zeitlosen Design zeigen sich die Grabsteine. Die Vielfalt an Farben – sprich Materialien, Formen und Verzierungselementen ist unerschöpflich. Foto: Rokstyle/Stein Hanel GmbH/akz-o
Den Verstorbenen immer bei sich tragen

Wer trauert, trägt zum Beispiel Schmuckstücke, in die Haare oder Asche des Verstorbenen, aber auch Blüten in eine unsichtbare Kammer eingeschlossen sind.

Dieser Vorgang kann auch mit den Hinterbliebenen als eine Art Zeremonie stattfinden, als ein zusätzlicher Moment der Trauerbewältigung. Nach dem Verschließen kann das Schmuckstück nie wieder geöffnet werden.

Für Schmuckanhänger mit Fingerabdrücken des Verstorbenen werden diese vom Bestatter mit einem Spezialverfahren ohne Farbrückstände abgenommen. Ein kleines Schmuckstück, auf das mit einem Laser der Fingerabdruck aufgetragen wurde, wird ebenfalls gern dezent am Arm oder um den Hals getragen. Immer mehr Bestatter bieten diese Möglichkeit zur Trauerbewältigung an.
   
Foto: as/Petra Homeier
Foto: as/Petra Homeier
Musik hören & Licht entzünden

Der Erinnerungsschmuck ist eine weitere private Facette in der Reihe individueller Rituale, die Trauernden heutzutage den Abschied erleichtern können. Nach dem Motto: Das Leben geht weiter, aber ein Teil des Verstorbenen ist immer bei mir. Hilfreich kann es zum Beispiel auch sein, die Lieblingsschallplatte des Verstorbenen gemeinsam zu hören oder ein Licht am Haus des Toten zu entzünden. djd

Über Jahrhunderte waren Friedhöfe und ihre Grabstätten der Schauplatz von Tod und Trauer. Doch diese Kultur wandelt sich. Viele Menschen suchen dazu noch individuelle Wege der Bewältigung. Trauerschmuck gehört dazu, darunter Anhänger, in denen zum Beispiel Haare oder Asche des Verstorbenen verschlossen sind.
  
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Bestattungsinstitut M. Brehm
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Lothar Pabstmann Bestattungen OHG
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