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Sonderveröffentlichung

Kultur.Werk.Stadt in Neustadt

Ein Ort, an dem sich Menschen begegnen

Mit der kultur.werk.stadt hat Neustadt ein Impulsprojekt von überregionaler Bedeutung geschaffen. 3,4 Millionen Euro Gesamtkosten wurden investiert.

Dr. Michaela Probst-Steinmann, Kulturbürgermeister Martin Stingl, Oberbürgermeister Frank Rebhan und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz (v.l.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
Dr. Michaela Probst-Steinmann, Kulturbürgermeister Martin Stingl, Oberbürgermeister Frank Rebhan und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz (v.l.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
KUNST, KULTUR UND BILDUNG sind wesentliche Bausteine unserer Gesellschaft. Diese sind in der kultur.werk.stadt (kws) vereint. Damit wurde nach sechsjähriger Planungs- und Bauzeit ein Impulsprojekt seiner Bestimmung übergeben, das von überregionaler Bedeutung und Interesse ist. Es wertet das gesamte Bahnhofsgelände auf.

„Die kws ist ein sehr gelungenes Beispiel der Stadterneuerung“, konstatierte Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die nach eigenen Aussagen deshalb so oft in Neustadt ist, weil „sich hier etwas tut.“

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte durch Unterstützung der Städtebauförderung mit Finanzhilfen des Landes im Sonderprogramm „Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen“ (1,6 Mio. Euro), der Oberfrankenstiftung (450000 Euro), der Landesstelle für nicht staatliche Museen sowie durch die Beteiligung der Volkshochschule Coburg Stadt und Land gGmbH.

Oberbürgermeister Frank Rebhan erklärte: „Allein der Begriff ‚Werk-Stadt‘ macht klar, was hier verbunden werden soll. Sie ist ein Ort der Kreativität und ein Ort des ‚Schaffens‘, ein Ort für die Menschen.“ Das Stadtoberhaupt stellte die Bildungsstätte Innerdeutsche Grenze (BIG) als Kernstück der kws heraus und meinte: „Der Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte wird durch die BIG in einzigartiger Weise zum Ausgangspunkt für Streifzüge, die Geschichte und das, was wir aus ihr lernen können, miteinander verknüpfen. Interaktivität beschreibt dabei den Einsatz moderner Medien ebenso wie das Umsetzen neuester pädagogischer Konzepte.“

Schenkungsgeberin Dr. Michaela Probst-Steinmann war es vorbehalten, den „Geist des Ortes“ darzustellen. In einem charmanten, kurzweiligen Rückblick stellte sie heraus, dass es immer ein echter Familienbetrieb gewesen sei. „In diesen Räumen hier wurde 120 Jahre lang gedacht, geschrieben, gestaltet, gedruckt und publiziert.“ 1891 habe alles mit ihrem Urgroßvater Emil Patzschke hier begonnen und mit der Schenkung vor sechs Jahren habe sich gewissermaßen der Kreis geschlossen.

Der Leiter der Volkshochschule, Rainer Maier, sieht die Symbiose zwischen Bildung und Kultur. Dabei gestalte der gebildete Mensch die Welt, denn „er ist der Wächter unserer Demokratie.“

Kulturbürgermeister Martin Stingl stellte fest: „Mit Blick auf die vielschichtigen Nutzungsmöglichkeiten, mit ihrem breitgefächerten Angebot sind wir am Start und nicht am Ziel. Nicht, weil wir nicht rechtzeitig fertig geworden wären, sondern weil wir da einer ständigen Weiterentwicklung und Fortschreibung unterliegen.“

Nun liegt es an den Nutzern, die kultur.werk.stadt mit Leben zu erfüllen. Schülertourismus sei hier beispielhaft aufgezeigt. „Mit diesem Impulsprojekt zeigte sich wieder einmal, dass alle nur gewinnen können, wenn es gelinge, eine langjährige Industriebrache zu einem neuen Zentrum für Bildung, Kultur, Kunst und Kreativität zu entwickeln und dabei hervorragende Architektur entsteht, können alle nur gewinnen“, fasste Piwernetz zusammen.

Mit einem „Tag der offenen Tür“ am 16. Dezember wird auch die Bevölkerung Gelegenheit haben, die kultur.werk.stadt ausführlich in Augenschein nehmen zu können. pet

Vielfältige Nutzung

Im Freibereich werden Originalteile der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Szene gesetzt. Fotos: P. Tischer
Im Freibereich werden Originalteile der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Szene gesetzt. Fotos: P. Tischer
Das breit gefächerte Angebot wird durch die unterschiedlichen Nutzer unterstrichen. Zunächst durch das Archiv für die städtischen Kunstschätze, das kein reiner Lagerort sein soll, sondern die Möglichkeit bietet, direkt vor Ort Ausarbeitungen zu erstellen. Die Volkshochschule ist ein wesentlicher Partner bei dem Projekt. Deren Verwaltung, Seminarräume und Kunstwerkstätten werden hier mit einbezogen. Räume für Ausstellungen, kleine Konzerte, Lesungen sind vorgesehen. Offene Künstlerwerkstätten bilden ein besonderes Segment in der kws. Die BIG wird in neuer, moderner Form multimedial in einem neuen Gebäudeteil aufleben. Auch die Abteilung, Kultur, Sport, Tourismus der Stadt hat dort ihr neues Domizil bezogen. pet

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Neustadt bei Coburg
Zimmerei Bauer
Siegel Wärme & Wasser

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