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Sonderveröffentlichung

Neue ASB Geschäftsstelle - Rückblick auf die Eröffnung

Ein mehrstündiger Festakt & jede Menge prominente Gäste

ASB eröffnete letztes Wochenende seinen neuen Stützpunkt in Kronach und feierte 20-jähriges Bestehen

Zahlreiche Gäste waren zum Tag der offenen Tür gekommen. Fotos: ml
Zahlreiche Gäste waren zum Tag der offenen Tür gekommen. Fotos: ml
EIN ROTER TEPPICH, Festmusik auf der Bühne und in der Halle viel örtliche Prominenz: Dass der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Kronach seinen neuen Stützpunkt in der Siechenangerstraße bezog, war Anlass für einen mehrstündigen Festakt. Grund zum Feiern hatten die ASB-ler aber auch in Bezug auf das 20-jährige Bestehen des Kreisverbandes. Da wartete man auf den Festredner gerne mal ein halbes Stündchen länger, denn angekündigt hatte sich niemand Geringerer, als der Präsident des ASB Deutschland, Franz Müntefering. Als er endlich wohlbehalten auf der Bühne stand, ließ er die Zukunft nicht mehr aus den Augen. 

„Was liegt vor uns?“, fragte er und zeichnete ein Bild von Solidarität und Nächstenliebe. Helfen sei ein Beruf, meinte er, aber dafür brauche man eben Qualifikationen. Müntefering erinnerte auch an die Anfänge der Hilfsorganisation, als sechs Berliner Zimmerleute mit einem „Lehrkursus über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen“ den Grundstein für den ASB gelegt hatten. „Fünf jüdische Ärzte haben ihnen geholfen.“ „Menschen können was verändern,“ so sein Credo an die Festgäste. Müntefering sprach auch über die zunehmende Hilfsbedürftigkeit älterer Mitbürger: „Allein 8800 Sturzunfälle in Wohnungen gab es im Jahr 2017. Davon betroffen waren etwa 7000 Menschen über 80 Jahre. Die Einsamkeit und das Alleinsein sind große Herausforderungen in unserer Gesellschaft. So etwas kann ein Staat nicht alleine schultern.

Hier zeigt es sich, ob wir eine solidarische Gemeinschaft sind oder nicht. Und die Kommunen müssen gestärkt werden, denn sie sind ja nicht das Kellergeschoss der Demokratie, sondern ihr Rückgrat.“
  
Franz Müntefering (l.), ASB GF Roland Funk (r) und die Vorsitzende des Kreisverbandes Christa Steiger (m) beim Einmarsch.
Franz Müntefering (l.), ASB GF Roland Funk (r) und die Vorsitzende des Kreisverbandes Christa Steiger (m) beim Einmarsch.
Silberne Ehrennadel

In puncto „Hilfe“ und ASB hatte auch die Vorsitzende des Kreisverbandes, Christa Steiger, ein paar Anmerkungen: „Wenn jemand Hilfe braucht, ist es ihm ganz egal, welches Logo auf dem Rettungsanzug des Helfers steht.“ Aber klar sei sie stolz, dass die Mitgliederzahlen im Kronacher Kreisverband von 1300 auf mittlerweile 2600 angewachsen seien. „Das sind fast vier Prozent der Landkreisbevölkerung.“ Nach oben bewegt habe sich auch die Zahl der Mitarbeiter, von 25 auf nunmehr 160. „Davon sind allein 40 ehrenamtlich tätig.“ Ihre Überraschung schien echt, als sie etwas später noch einmal auf die Bühne geholt wurde.

„Wir verleihen Christa Steiger die Silberne Ehrennadel des Arbeiter-Samariter-Bundes.“ Frank Müntefering hatte sie mitgebracht und verlas die dazu gehörige Urkunde. „Das haben wir aus gutem Grund nicht in das Programm aufgenommen, denn es sollte ja eine Überraschung werden,“ erklärte Geschäftsführer Roland Funk die Zeremonie.

Stark aufgestellter ASB

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder sah einen stark aufgestellten ASB, der sich in Zusammenschlüssen mit anderen Hilfsorganisationen noch leistungsstärker präsentiere.

Nebenbei freute er sich, dass Franz Müntefering kein „Dampfplauderer“ sei. Zur finanziellen Unterstützung hatte er nicht nur ein Glaswappen, sondern auch gleich 15000 Euro als Zuschuss mitgebracht.

Die Schlussworte fielen an Geschäftsführer Roland Funk, der das ASB-Gebäude als „anfangs ungeschliffenen Rohdiamanten“ bezeichnete.

Das habe sich aber geändert, als das Architekturbüro AIG Fischer mit der Planung beauftragt worden sei. Jetzt könne man in den neuen Räumen Fahrdienste anbieten, Erste-Hilfe-Ausbildungen, könne Blut-Spende-Termine abhalten und auch Schulungen. Im südlichen Landkreis könne man jetzt seine Dienstleistungen ausbauen und sich optimal weiterentwickeln zu einem partnerschaftlichen Miteinander. ml
  
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ASB Arbeiter-Samariter-Bund
Kirchner Elektrotechnik

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