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Sonderveröffentlichung

Aus- und Weiterbildung

Baugeräteführer bewegen schwere Maschinen

Bagger und andere schwere Maschinen begeistern Johannes Erdtmann. Foto: dpa-tmn
Bagger und andere schwere Maschinen begeistern Johannes Erdtmann. Foto: dpa-tmn
SEIN JOB IST der Traum eines jeden Mannes, sagt Johannes Erdtmann. Denn der 21-Jährige arbeitet und fährt als angehender Baugeräteführer den ganzen Tag mit großen, schweren Maschinen. Der Beruf, den er zuvor erlernt hat, machte ihn nicht glücklich. Also besann sich der Thüringer darauf, was ihm schon sein ganzes Leben lang Spaß macht: Bagger, Radlader, Planierraupen, Kräne. Und begann eine zweite Ausbildung.

Einen Beruf ergreifen, weil man Baustellen als Kind cool fand? Das ist genau die richtige Motivation, sagt Cornelia Vater. Sie ist die Leiterin der Abteilung Berufsbildung im Zentralverband Deutsches Baugewerbe. „Wer schon als kleines Kind gerne mit Spielzeugbaggern gespielt hat und heute an Baustellen stehen bleibt, weil ihn die Maschinen faszinieren, der sollte seine Leidenschaft zum Beruf machen.“ Leute wie Johannes Erdtmann werden gesucht, sagt Rupert Hammerschmidt, Sprecher der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). „Es gibt einen großen Mangel von Fachkräften, die diese Maschinen bedienen können.“ Im Inland genauso wie im Ausland, auf kleinen Baustellen genauso wie auf den riesigen, wo Berge durchstoßen und Autobahnen gebaut werden.

Bevor die Azubis auf die echten Geräte kommen, müssen sie zunächst die ersten Fertigkeiten im Simulator erworben haben. Denn es geht in der Ausbildung auf den tonnenschweren Maschinen v.a. darum, wie man sie mit Gefühl bedient. Man muss die Angst verlieren und Routine bekommen. Wichtig ist laut Experten ein gutes Auge und räumliches Denkvermögen. Denn die Maschine ist der verlängerte Arm des Arbeiters. Um das ganze Ausmaß zu überblicken, braucht es zudem Wissen in Mathematik und Physik, vor allem in der Kräfteberechnung.

„Der Beruf ist in der Theorie sehr umfangreich und anspruchsvoll“, sagt Johannes Erdtmann. Einen guten Hauptschulabschluss setzen Unternehmen bei ihren Anfängern voraus, besser noch die Mittlere Reife. Doch außer den Schulnoten und dem Abschlusszeugnis sind noch andere Eigenschaften wichtig. Man sollte Spaß am Arbeiten haben und keine Angst davor, sich schmutzig zu machen. Ängstliche und schüchterne Typen hätten es auf den Baustellen schwer, denn als Baugeräteführer hat man einen Job mit Verantwortung und muss sich durchsetzen.

Viel Zeit verwenden Azubis in den Lehrjahren für das Sammeln von Scheinen. Denn für jedes Baugerät gibt es eine Art Führerschein.

Fertige Azubis können sich zum Polier oder Baumaschinenmeister weiterbilden oder einen Techniker machen. Auch ein Studium ist möglich. Man kann sich auch auf ein Gerät spezialisieren, es kaufen und dann als Freiberufler im Einsatz sein. dpa/tmn

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